Vietnam

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Vietnam

Hue_1.jpgHue, die alte Kaiserstadt in Zentral-Vietnam, liegt zwischen Hügeln und Reisfeldern an einer Biegung des Parfümflusses. Eine Mauer umgibt die quadratische Zitadelle, in der die "Kaiserstadt" liegt, die wiederum die dem Kaiser vorbehaltene "Verbotene Purpurne Stadt" umschließt.
Hue wurde in den Indochina-Kriegen schwer beschädigt. Bis heute liegt eine gewisse Entrücktheit, eine von Poesie und Melancholie geprägte Stimmung über der Stadt. Vielleicht weil einst die Kaiser den schönen Künsten, vor allem der Poesie, zugetan waren und sie förderten. Zugleich ist Hue ein sehr spiritueller Ort. Hier schlägt in 300 Tempeln und Pagoden das buddhistische Herz Vietnams.
Hier regierten die Kaiser der Nguyen-Dynastie mit einem feudalen Hofstaat chinesischer Prägung; Erst in glanzvoller Pracht, dann kam die Dekadenz und die Unterwerfung unter die Kolonialmacht Frankreich. Die letzte Herrscherdynastie Vietnams endete 1945, der letzte Kaiser übergab die Macht an Ho Chi Minh.
 
 
sapa.pngSapa
 
 
dien_bien_phu_2.pngDien Bien Phu war einst Schauplatz einer der ganz seltenen militätischen Ereignisse: Einer Schlacht, deren Ausgang man wohl tatsächlich als entscheidend bezeichnen darf: Am 6. Mai 1954 - einen Tag vor Beginn der Genfer Konferenz über Indochina überrannten Truppen der Viet Minh die seit 57 Tagen belagerte französische Garnison bei Dien Bien Phu und zermürbten die Kampfmoral der Franzosen. Daduch war die französische Regierung gezwungen, ihren Versuch aufzugeben, in Indochina wieder koloniale Kontrolle zu erlangen.
Dien Bien Phu ist einer der am meisten abgelegenen Teile Vietnams. Die Stadt liegt nur 34 Kilometer von der Grenze zu Laos im flachen Muong Thanh Tal, welches wiederum von steilen und stark bewaldeten Bergen umgeben ist. Das Gebiet ist vor allem von Montagnards, als Angehörigen der Bergvölker, bewohnt. Insbesondere von Thai und H´mong.
Schon Jahrhunderte zuvor war Dien Bien Phu übrigens Zwischenstation für Karavanen von Myanmar und China nach Nord-Vietnam.
Seit 1993 ist Dien Bien Phu Provinzhauptstadt von Lai Chau.
 
 
Hanoi_1.jpgDie Hauptstadt Vietnams liegt am Ufer des Song Hong, dem Roten Fluss. Eine wunderschöne Stadt mit französischem Flair. Manche nennen Hanoi sogar das Paris des Ostens. Vor allem im Frühling, wenn die Bäume an den Boulevards blühen, hat die Stadt einen europäischen Charakter. Mit allen kleinen Läden, Märkten, den zahlreichen Seen und lokalen Restaurants und Essensständen ist Hanoi auch eine gemütliche Stadt.
Die Altstadt von Hanoi ist eines der lebhaftesten Viertel der Stadt. Wegen der Lage am Flussufer war hier einst das Handelszentrum. Kleine Gassen laufen kreuz und quer durcheinander. Auf den Gehsteigen ist allerlei Handelsware ausgestellt. Im 13. Jahrhundert wurden die 36 Straßen dieses Viertels eingeteilt. Für jedes Handwerk gibt es eine Straße. Das ist bis heute noch so geblieben.
Am Ufer des Hoan Kiem Sees liegt das berühmte Wasserpuppentheater, das jeden Abend zwischen acht und neun Uhr eine Vorstellung gibt. Auf traditionelle Art gleiten die Marionetten durch das Wasser, wie die Bauern das früher auf den Reisfeldern machten, um sich in ruhigen Zeiten die Langeweile zu vertreiben.
 
 
halong_bucht.pngDie Halong-Bucht im Norden Vietnams gehört mit zu den schönsten Naturereignissen der Erde. Die Halong-Bucht ist eine bizarre Welt von etwa 3.000 Inseln, Überreste gewaltiger Muschelkalkbänke, die vor 300 Millionen Jahren heranwuchsen. Eine Landschaft für Legenden. Der Ha Long, "herabsteigender Drache" soll von den Göttern geschickt worden sein, um die Vietnamesen gegen Feinde aus dem Norden zu verteidigen. Sie verfingen sich im Gewirr der Inseln als der Drache sie mit mächtigen Schwanzschlägen zurücktrieb. So entstanden die tiefen Kerben, die schroffen Felsen und die zahlreichen Grotten: So erzählen es sich die Einheimischen in schwimmenden Dörfern.
In den Grotten und Höhlen gibt es bizarr anmutende Stalaktiten und Stalagmiten. Teilweise haben die Naturkräfte reglerechte Durchgänge durch den Fels gebildet.
Die meisten Inseln sind wegen ihrer extrem steilen Formation unbewohnt und daher unberührt.
 
 
lao_chai.pngDie Provinz Lào Cai liegt im Nordwesten Vietnams, an der Grenze zu Yunnan, China. 70 Kilometer von der Provinzhauptstadt Lào Cai entfernt, leben im Dorf Lao Chai Angehörige der Volksgruppe Hà Nhì Den.
Wir fahren am Cong Troi -  dem Himmelstor - vorbei und weiter aufwärts der Strasse entlang, die ihren Weg durch felsiges Gebirge windet, bis zum Nhu Co Gipfel des Berges Sung Trau und erreichen so das Dorf Lao Chai.

Das Dorf Lao Chai liegt in felsigem Gebirge in 2.660 Metern Höhe. Aus der Vogelperspektive sehen die Lehmhäuser aus wie riesige Pilze, die auf den Bergflanken verstreut sind.
Es ist die Heimat der Hà Nhì Den, also der Schwarzen Hà Nhì, der kleinsten Volksgruooe in Vietnam. Sie sind gezwungen in rauen klimatischen Bedingungen - mit ganzjährigem Nebel und Frost - auf dem Y Ty Plateau zu leben.
Alle Gebäude der 76 Haushalte sind in Form, Struktur, Größe und Ausstattung gleich. Die Mauern sind aus Lehm, 40-45 cm dick und 4,5-5m hoch. Die Grundfläche unter den Strohdächern ohne Dachvorsprung beträgt 65-80qm. In der Mitte gibt es eine Tür, rechts und links zwei Öffnungen zur Belüftung. Hinter den Mauern befinden sich die Küche und der Schlafbereich.

Die Hà Nhì Den tragen indigo-schwarze Kleider. Das Gewand der Männer ist einfarbig und das Hemd vorne mit Knöpfen. Die Bluse der Frauen hat einen runden Kragen, die Enden der vorderen und hinteren Klappen bilden die Form eines gleichmäßigen Dreiecks. Ihre Kopfbedeckung mit kleinen Körnern aus Aluminium oder kleinen und großen Kugeln aus buntem Garn. Sie dienen sowohl als Schmuck, als auch um böse geister zu verteiben.
 
 
yen_bai.pngDie beiden Provinzen Yen Bai und Lao Cai im Norden Vietnams gehören trotz guter Verkehrsanbindung nach Hanoi zu den ärmsten Gegenden des Landes. Bevölkert werden sie vor allem von ethnischen Minderheiten, wie zum Beispiel den Hmong und den Dao, die in den schwer zugänglichen Bergregionen leben. Das Wohlstandsgefälle zwischen den Provinzhauptstädten und dem Gebirge ist enorm.
Der Ort De Cho Chua liegt ca. 350 km nordwestlich von Vietnam und 70km südöstlich von Sapa.
Die Hoang Lien Berge sind sowohl biologisch als auch ethnisch betrachtet eine der fassettenreichsten Regionen Vietnams. Schätzungsweise 25% der bedrohten Pflanzenarten findet man in den Hoang Lien Bergen. Im Jahre 200 wurde der Versuch gestartet, die vom Aussterben bedrohten Gibbon, Affen und den Nashornvogel zu erhalten.
Vor Kurzem wurde in Mu Cang Chai das erste Schutzgebiet eingerichtet. Das Mu Cang Chai SHCA erstreckt sich in einer abgelegenen Gegend in den südlichen Hoang Lien Bergen über 30 000 Hektar.
 
 
mrong_ngo.pngDas Dorf Mrong Ngo gehört zur Gemeinde Ia Kha und liegt in der Provinz Gia Lai in Zentralvietnam.

1999 gehörten zur ethnischen Gruppe der Gia Rai (Gio Rai, To Buan, Hobau, Hdrung oder Chor) ca. 320.000 Angehörige. Sie leben in der Provinzen Gia Lai, teilweise in Kon Tum und in Norden von Dak Lak.

Die Gia Rai glauben an die Existenz von Giang (Geister) und kennen viele Rituale rund um ihre Geister. Sie leben zerstreut in Dörfern, die alle Plei oder Boun heißen. Ihre Häuser bauen die Gia Rai auf Holzpfähle. Die Dorfältesten genießen ein besonderes Ansehen innerhalb ihrer Gesellschaft und spielen eine wichtige Rolle bei der Organisation gemeinsamer Aktivitäten. Jedes Dorf besitzt ein Gemeindehaus, Rong gennant. Gia Rai praktizieren ein matriarchalisches System. Frauen können ihre Liebhaber frei wählen und bestimmen, wen sie heiraten. Der Ehemann lebt bei der Familie seiner Frau und hat kein Anrecht auf Erbschaft. Die Tochter lebt bis zur Heirat bei ihren Eltern und erbt. Die Kinder erhalten den Familiennamen von der Mutter.

Die Sprache der Gia Rai gehört zur Malayo-Polynesischen Sprachgruppe. Lange Heldengedichte und Erzählungen wie "Dam Di Di San" (Dam Di geht auf die Jagd) und "Xinh Nha" sind unter den Rai sehr beliebt.
Zu den Musikinstrumenten ghören Gongs, T'rung (Xylophon aus Bambus), To-Nung, und Krong-Put (Blasinstrument aus Bambus).
 
 
Vietnam_Provinzen.pngAuf der Rundreise durch Vietnam besuchen wir verschiedene Volksstämme des Landes. Start und Ziel ist Hanoi. Etappen sind die Originale der nachgebauten Gebäude, die vor dem Ethnologischen Museum in Hanoi stehen. Dabei kommen wir voraussichtlich durch Lao Chai (Hà Nhì), De Cho Chua  (Hmông), Mrong Ngo (Gia-rai), Phuc Tho (Viet), Tham Roc (Tay) und Alieng (Katu).