Reiseideen

Die Provinz Lào Cai liegt im Nordwesten Vietnams, an der Grenze zu Yunnan, China. 70 Kilometer von der Provinzhauptstadt Lào Cai entfernt, leben im Dorf Lao Chai Angehörige der Volksgruppe Hà Nhì Den.Wir fahren am Cong Troi - dem Himmelstor - vorbei und weiter aufwärts der Strasse entlang, die ihren Weg durch felsiges Gebirge windet, bis zum Nhu Co Gipfel des Berges Sung Trau und erreichen so das Dorf Lao Chai.
Das Dorf Lao Chai liegt in felsigem Gebirge in 2.660 Metern Höhe. Aus der Vogelperspektive sehen die Lehmhäuser aus wie riesige Pilze, die auf den Bergflanken verstreut sind.
Es ist die Heimat der Hà Nhì Den, also der Schwarzen Hà Nhì, der kleinsten Volksgruooe in Vietnam. Sie sind gezwungen in rauen klimatischen Bedingungen - mit ganzjährigem Nebel und Frost - auf dem Y Ty Plateau zu leben.
Alle Gebäude der 76 Haushalte sind in Form, Struktur, Größe und Ausstattung gleich. Die Mauern sind aus Lehm, 40-45 cm dick und 4,5-5m hoch. Die Grundfläche unter den Strohdächern ohne Dachvorsprung beträgt 65-80qm. In der Mitte gibt es eine Tür, rechts und links zwei Öffnungen zur Belüftung. Hinter den Mauern befinden sich die Küche und der Schlafbereich.
Die Hà Nhì Den tragen indigo-schwarze Kleider. Das Gewand der Männer ist einfarbig und das Hemd vorne mit Knöpfen. Die Bluse der Frauen hat einen runden Kragen, die Enden der vorderen und hinteren Klappen bilden die Form eines gleichmäßigen Dreiecks. Ihre Kopfbedeckung mit kleinen Körnern aus Aluminium oder kleinen und großen Kugeln aus buntem Garn. Sie dienen sowohl als Schmuck, als auch um böse geister zu verteiben.

